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ACHTUNG – FERTIG – LOS

Alpsaison Start 2022 Wie oft haben wir uns die Fotos von der Alp angeschaut. Wie es wohl in echt aussieht. Wir haben die Stelle zugesagt, ohne dass wir je einmal oben waren.

Endlich ist der Tag gekommen und wir sind mit einem Viehanhänger voll Gepäck hoch auf den Albula gefahren. Ja ich muss sagen, ich habe mich direkt verliebt. Die Landschaft, die Seen und die raue Bergwelt – wunderschön. Das Wohnhaus ist viel grösser als ich mir vorgestellt habe und sehr sorgfältig renoviert. Perfekt für ein grosses Alpteam inkl. zwei kleinen Kindern.

Wohnhaus für das Alpteam und die Forschungsgruppen

Die Kisten noch nicht ganz ausgepackt, schon geht es los. Was ist wo, das war definitiv das Motto der ersten Woche. Wir haben nicht nur die Pfannen und Krüge in der Küche gesucht, sondern auch die Weiden, Einkaufsmöglichkeiten und die Poststelle. Wir sind unseren beiden Alpkollegen Beat und Jan, welche uns während des Alpsommer unterstützen unglaublich dankbar. Die beiden kennen die Alp und die Region Albula seit vielen Jahren. Ohne sie wäre es eine fast unmögliche Aufgabe die 400 ha für die Tiere vorzubereiten. Die Zäune richtig zu stellen und die Wasserversorgung zu sichern. Carina unsere Hirtin ist noch an einer Weiterbildung für den Herdenschutz und wird nächste Woche zu uns stossen. Danach ist das Alpteam komplett.

Weiden hinter dem Haus mit den wunderschönen Bergseen

Die Feuertaufe in der Küche habe ich auch schon überstanden. Am Donnerstag besuchten uns verschiedene Personen vom Strickhof, welche die Infrastruktur in Betrieb nahmen. Unter anderem die Internetversorgung, Wetterstationen und den Pflanzenbauversuch. Am Schluss sassen 15 Personen beim Mittagessen. In der ersten Woche habe ich deutlich gelernt, wer sich in der Küche gut organisiert, vorbereitet und früh am Morgen startet, hat am Mittag ein gutes und entspanntes Mittagessen parat. Wie zu Hause probegekocht, gab es fast zwei kg Voressen mit Teigwaren, Wirz / Lauch Gemüse, Salat und einen Kuchen zum Dessert. Ich glaube, es hat allen geschmeckt.

Der Pflanzenbau- und den Herdenschutzversuch wird uns den ganzen Sommer über begleiten und es werden immer wieder Studenten und Forschungsmitarbeiter vom Strickhof / ETH zu Besuch sein. Beim Pflanzenbauversuch wird eine Hoch Begrünung angelegt, um die verschiedenen Pflanzen in den Saatmischungen zu erforschen. Diese Woche wurde das Saatbeet auf über 2’000 m.ü.M. mit dem Carraro und einer Spatenmaschine für die Aussaat vorbereitet.  

Vorbereitungen für den Pflanzenbauversuch. Carraro mit Spatenmaschine.

Beim Herdenschutzversuch wird erforscht, welche Optionen es gibt, eine Schafherde ohne Schutzhunde gegen den Wolf zu schützen. Aber mehr dazu, wenn Carina unsere Hirtin hier ist. Die Details kenne ich selbst noch nicht. Aber ich bin optimistisch, dass wir die Herde optimal schützen können.

Ja die Tage sind lang. Morgens, wenn alle noch schlafen, stehe ich oft schon in der Küche und bereite das Mittagessen und das Frühstück vor. Oder backe für den nächsten Tag. Aber wie ich mir erhofft habe, ist es nicht die gleiche Hektik wie im Büro und ich bin trotz viel Arbeit deutlich entspannter. Mein Mann Philipp, Beat, Jan und manchmal auch unser Sohn Roman (4.5 Jahre alt) verbringen den ganzen Tag mit Zäunen, damit alle Weiden parat sind, wenn ab dem 13.6.22 die mehr als 450 Tiere kommen (Mutterkühe, Rinder, Schafe und Pferde). Die Wasserversorgung macht uns doch etwas Kummer. Die Widder Pumpe weit oben im Berg ist defekt und muss noch ersetzt werden, plus ist es sehr trocken und dort, wo sonst im Frühsommer «Wassergünten» liegen, ist bereits jetzt anfangs Juni alles ausgetrocknet. Heute regnet es endlich und wir sind froh um jeden einzelnen Tropfen.

Philipp und Roman beim Ersetzen der Zaunpfähle

Beim Nachtessen sind wir alle müde, aber die Stimmung ist sehr gut und wir sind alle voller Vorfreude auf die Zeit, wenn die Tiere da sind. Die Kinder haben sich sehr gut eingelegt. Roman liebt es draussen seinem Dädi zu helfen und Lewin hat mit Beat unserem Älpler schon einen neuen Freund gefunden. Ich bin sehr froh, dass wir bereits nach der ersten Woche schon ein solch gutes Team geworden sind.

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