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So ein Tag auf der Alp

Die Tage vergehen wie im Fluge. Der Ablauf ist immer etwa der gleiche und dennoch ist kein Tag wie der andere. Egal ob die Tiere, Kinder oder das Wetter, irgendwer bringt immer eine Überraschung mit. Und wenn alles den gewohnten gang nimmt, steht ganz bestimmt plötzlich Besuch vor der Tür.

Ca. um 6.00 Uhr ist Tagwacht. Beat und Philipp kontrollieren die Rinder in der Nähe des Alp Gebäudes. Carina macht sich mit den Hunden Pino, Lad und Jessy auf den Weg zu den Schafen. Die Schafe sind nachts zum Schutz vom Wolf in einem Elektrozaun eingezäunt. Ich bereite morgens meistens bereits ein Teil des Mittagessens vor und mache das Frühstück.

So gegen 8.00 Uhr nach dem Zmorge gehen Beat und Philipp weiter die Tiere oben im Berg kontrollieren oder kümmern sich um die Zäune welche neu aufgebaut werden müssen. Mittlerweile sind viele der Tiere bereits zwei Wochen bei uns. So ist es auch an der Zeit, dass viele Tiere ihre Weiden gewechselt haben, so dass wir all das frische Gras optimal nutzen können. Mit dem Ziel, dass die Bewaldung zurückgedrängt wird und die schönen Alpwiesen durch das Vieh gepflegt werden. Während Beat, Philipp, Carina und unser Sohn Roman draussen sind, kümmere ich mich vormittags ums Kochen, Backen, Haushalt oder die Büroarbeiten.

Beim Kontrollgang morgens in Zavretta

Am Mittag ist oft der einzige Moment, wo wir alle zusammensitzen. Die Diskussionen am Mittag drehen sich um das Wetter, die Wasserversorgung, die Tiere oder die Arbeitsverteilung. Wenn es die Arbeit zulässt, geniessen wir alle besonders die Kinder einen Mittagesschlaf und gehen gestärkt am Nachmittag weiter unserer Arbeit nach. Sei es weiter zu Zäunen oder Unterhaltsarbeiten rund um die Alp. Ich versuche, wenn immer möglich den Nachmittag ebenfalls draussen bei den Tieren zu verbringen. Ich staune jeden Tag, wie viel unser Roman hier auf der Alp läuft. Zu Hause tun ihm die Füsse schon nach drei Minuten weh und hier läuft er bis zu vier Stunden ohne Gejammer. Was eine Aufgabe wie Schafe treiben für die Motivation zum Laufen so alles ausmacht.

Zwei Jersey Kühe sind bei uns auf den Weiden rund um den Stall, die 13-jährige Sophie und ihre Tochter Monica. Ganz zur Freude von mir und den Kindern.

Der Wohlverdiente Feierabend geniessen wir ab 18.00 Uhr zusammen mit einem Nachtessen. Auch hier essen wir, wenn immer möglich alle zusammen am grossen Tisch und lassen gemeinsam den Tag Revue passieren. Die Stimmung ist immer sehr lustig und fröhlich. Wenn auch alle schon müde sind, ist jeder immer für einen Spass zu haben. Fast so, als wären wir schon ganz lange eine grosse Familie.

Feierabendstimmung bei Philipp, Beat und den beiden Jungs

Spätestens um 20.00 Uhr ist Ruhe im Alp Gebäude. Die Kids schlafen und wir ziehen uns auch alle in unsere Räume zurück. Die Höhenluft hier auf 2’000 m.ü.M., die vielen Tausend Schritte und die frische Luft führen dazu, dass wir alle immer sehr gut und tief schlafen. Jetzt wo die Backenzähne vom Kleinen auch durchgebrochen sind, kann auch der jüngste in der Runde wieder schlafen. Ganz zur Freude von Philipp und mir.

Carina und ich nach dem erfolgreichen einpferchen der Schafe für die Nachtweide.

Die Tage an sich sind nicht spektakulär, gerade wenn man so einen Tagesablauf einfach auf ein weisses Papier schreibt. Besonders macht das Alpleben das eindrückliche Wetter; die kalte Luft, wenn der Regen kommt. Der Wind, welcher die Wolken weiterschickt und der strahlend blaue Himmel, wenn die Sonne zurückkommt. Die Tiere, welche alle ihren eigenen Charakter haben und wir jetzt Tag für Tag besser kennenlernen. Aber auch die Besuche der Bauern, Studenten, Forscher oder von unseren Freunden führen dazu, dass das Alpleben ganz besonders und wunderschön ist.

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